Über uns:

Der Vorstand:

Präsident:              Markus Groß

Vizepräsidentin:        Monika Andelic

Generalsekretärin:   Ursula Peters

Schatzmeister:          Nico Stadler

Kassenprüfer:    Walter Henning, Johannes Hill

Koordinator Städtepartnerschaften: Christian Millen

Beiratsmitglieder: Hanne Wentzel, Ursula Jäckels, Bernd Kneer

Wie alles entstand:

Mit der Begründung der Pula-Trier Gesellschaft e.V. im Oktober 2009, möchten wir der Städtepartnerschaft neues Leben einhauchen, einer breiten Bürgerschaft Begegnungsforen zum gegenseitigen Kennenlernen anbieten und Ihnen diese wundervolle Stadt an der kroatischen Adria und die Herzlichkeit der dortigen Bewohner vorstellen und näher bringen. Ein Blick in die Geschichte beleuchtet kurz die Anfänge.

Beziehungen zu den östlichen Ländern aufbauen

Anlass für die Begründung der Städtepartnerschaft Trier-Pula war das Bestreben der damaligen Bundesregierung, nach den schrecklichen Jahren des Krieges, die Beziehungen zum Osten und insbesondere zum damaligen Jugoslawien zu öffnen und zu verbessern. Über den Deutschen Städtetag wurde dieser Wunsch an die Stadt Trier heran getragen.

Römische Vergangenheit beider Städte

Die gleich gelagerte römische Vergangenheit der beiden Augustus-Städte war Motiv der Stadtväter, die Stadt Pula zu wählen. In dem Freundschaftsabkommen, das am 25. April 1970 in Pula und am 8. September 1971 im Trierer Rathaus von Oberbürgermeister Josef Harnisch und dem Präsidenten der Gemeindeversammlung von Pula, Josef Lazaric, unterzeichnet wurde, heißt es zu Beginn: „Gute Zusammenarbeit zwischen den Völkern dient dem Frieden der Welt“. Insbesondere strebte man bei der Begründung dieser Städteverbindung Austausche in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Tourismus, Sport vor allem aber auch einen regen Jugendaustausch an.

Neuer Schwung mit eigenem Verein

Obwohl es in den fast vierzig Jahren dieser Partnerschaft hin und wieder zu Begegnungen auf offizieller Seite gekommen ist, ebenso zu vereinzelten Jugendbegegnungen und Kontakten zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und Institutionen, konnte man diese Partnerschaft nicht wirklich lebendig nennen.

Mit der Begründung der Pula-Trier Gesellschaft im Oktober 2009 war nun die Hoffnung verbunden, diese Städtefreundschaft zu intensivieren und für ein breite Bürgerschaft zu öffnen. Zahlreiche Aktivitäten, so insbesondere die zwei Bürgerreisen nach Pula, die Ausstellung von Pula-Fotografien von Pulaner und Trierer Fotografen in der Tuchfabrik, sowie der wieder aufgenommene Schüleraustausch zeigen, welch großes Interesse auf beiden Seiten besteht. 


Die Ehrenmitglieder

Vera Radolović

 

1957 in Kiseljak (Bosnien/Herzegowina) geboren, lebt die diplomierte Volkswirtin mit ihrer Familie in Istrien, seit 1983 in Pula. Von November 2005 bis Mai 2013 leitete sie das Ressort Wirtschaft und Finanzen der Stadt Pula und war gleichzeitig stellvertretende Bürgermeisterin. In dieser Funktion hat sie die Pula-Trier Gesellschaft in außergewöhnlichem Maße unterstützt.

 

 

Die Pula-Trier Gesellschaft würdigte ihr Engagement am 16. November 2011 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. 

Rezika Dušek

 

1946 in Pakrac, Kroatien, geboren, kam sie mit Familie 1969 nach Pfullendorf am Bodensee, wo ihr Mann, Schreiner von Beruf, eine Anstellung bei Arno-Küchen fand. Ihren Zweitwohnsitz hat sie in Medulin, in der Nähe von Pula.

Gemeinsam mit ihrer Tochter Sanja Groß, die von 2011 bis zu ihrem Tod 2013 Mitglied im Vorstand der Pula-Trier Gesellschaft war, engagiert sie sich bis heute in der Gesellschaft und ist eine große Unterstützung als Gastgeberin bei der Vorbereitung der Bürgerreisen der Gesellschaft vor Ort in Pula und der gastronomischen Präsentationen der kroatischen Küche in Trier.

Die Pula-Trier Gesellschaft würdigte ihr Engagement am 6. Juni 2013 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. 

Loretta Gropuzzo

 

Die im Jahr 1952 in Pula geborene Italienerin, studierte Englische Literaturwissenschaft und Italienisch in Zagreb und arbeitet seit 1990 als Mitarbeiterin und Dolmetscherin im Büro für Internationale Angelegenheiten der Stadt Pula.

 

Die Städtepartnerschaft Pula-Trier hat sie zu ihrer Herzensangelegenheit erkoren und steht der Gesellschaft auch außerhalb ihrer beruflichen Verpflichtung mit Rat und Tat zur Seite.

Ohne die kompetente Ansprechpartnerin vor Ort, wäre es nicht möglich gewesen, die Pula-Trier Gesellschaft zu gründen.

 

 

Die Pula-Trier Gesellschaft würdigte ihr Engagement am 11. Mai 2014 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. 

Ruth Mereien-Gürke und Hartmut Gürke

 

Nach fast sechs Jahren Amtszeit trat Gründungspräsident Hartmut Gürke, seit Jahrzehnten vielfältig engagiert in Triers Städtepartnerschaftsvereinen, im Sommer 2015 aus Altersgründen zurück.


Ruth Mereien-Gürke, bis Sommer 2015 Vertreterin des Oberbürgermeisters als „geborenes Mitglied“ im Vorstand des Vereins, beendete ihre Arbeit im Vorstand, da durch die Neuverteilung der Zuständigkeiten im Rathaus Herr Christian Millen dieseFunktion wahrnehmen wird. 

Für ihre großen Verdienste um die Städtepartnerschaft und für den Verein wurden Hartmut Gürke und Ruth Mereien-Gürke in der Mitgliederversammlung 2015 unter großem Beifall zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. 

Wissenswertes...

Über Pula 

Pula (lateinisch Pietas lulia, italienisch Pola, slowenisch Pulj) ist die größte Stadt Istriens und das wirtschaftlich bedeutendste Zentrum der istrischen Verwaltungseinheiten, auch auf Deutsch „Gespanschaften“ genannten. Kroatien ist administrativ in 21 Gespanschaften aufgeteilt. Die Stadt liegt nahe der Südspitze der istrischen Halbinsel in einer gut geschützten Bucht.

Bedeutendes Zentrum in Istrien

Wie auch die gesamte Region, zeichnet sich Pula durch ein mildes Klima, sanftes Meer und intakte Natur aus. Die Stadt hat eine lange Tradition des Weinbaus, der Fischerei, des Schiffbaus sowie des Tourismus und ist gleichzeitig ein wichtiger Transithafen. Pula ist das administrative Zentrum Istriens schon seit römischer Zeit.

Kroaten bilden die Hauptbevölkerung

Pula hat rund 60.000 Einwohner. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung sind mit 72 % die Kroaten. Etwa 28% gehören ethnischen Minderheiten an, von denen die Serben mit 5,8% und die Italiener mit 4,8%, die beiden größten in Pula sind. Außerdem leben Slowenen, Bosniaken, Albaner, Sinti und Roma in Pula. Die jüdische Gemeinde zählt heute 30 bis 50 Mitglieder. Die Mehrheit der Bewohner sind katholischen Glaubens.

Milder Winter – heißer Sommer

In Pula überwiegt das mediterrane Klima mit milden Wintern und heißen Sommern: durchschnittlich 2.316 Sonnenstunden jährlich oder 6,3 Stunden pro Tag. Die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt 13,2 C° (von durchschnittlichen 6,1 C° im Februar bis zu durchschnittlich 26,4 C° im Juli und August. Die Meerestemperatur liegt bei 7 bis 26 C°.

Älteste Stadt an der östlichen Adriaküste

Pula gilt als die älteste Stadt an der östlichen Adriaküste. In der nahen Umgebung wurden Siedlungsspuren entdeckt, die bis etwa 40.000 v. Chr., d.h. bis ins jüngere Paläolithikum (Altsteinzeit) zurückreichen. 

Geschichte Pulas


Die ältesten Spuren der dauerhaften Besiedlung auf dem Gebiet der Stadt Pula stammen aus dem 10. Jh. v. Chr. Die erste Siedlung wurde durch den Illyrischen Stamm der Histri, eines alten Volkes, das in Istrien lebte, begründet.

» Blütezeit mit 30.000 Einwohnern

Die Römer haben die Halbinsel Istrien im Jahr 177 v. Chr. erobert. Zwischen 46. und 45. v. Chr. erhielt Pula den Status einer Kolonie. Als wichtiger Militärstützpunkt zog sie Kaufleute, Seefahrer und Handwerker an. Unter Kaiser Augustus (30 v. Chr. - 14. n. Chr.) hatte die Stadt als Verwaltungszentrum der römischen Region Istrien mit 30.000 Einwohnern ihre Blütezeit.

In dieser Zeit wurde das Amphitheater erbaut, Wahrzeichen und neben dem Augustus-Tempel, dem kleinen römischen Theater oder dem Triumphbogen der Sergier, eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt.

» Flottenstützpunkt der Byzantiner

Nach dem Zerfall des weströmischen Reiches im 5. Jh. gelangte Pula unter die Herrschaft der Ostgoten. Kaiser Justinian eroberte Pula ein Jahrhundert später für das Oströmische Reich. Pula wurde zum Flottenstützpunkt der Byzantiner.

» Erste Ansiedlung der Slawen in Istrien

Die erste Ansiedlung der Slawen in Istrien gab es in der zweiten Hälfte des 6. Jh. Die istrischen Küstenstädte, darunter auch Pula, konnten sie aber nicht einnehmen. Hier setzte sich die städtische Kultur der alteingesessenen Romanen bruchlos fort. Während das istrische Hinterland seit dem Ende des 8. Jahrhunderts Teil des Frankenreichs und später des Römisch-Deutschen Reichs war, blieb Pula nominell Teil des byzantinischen Reiches, war aber faktisch unabhängig.

» Einwohnerzahl sinkt auf 300

Die Handelsmacht Venedig eroberte Pula im Jahr 1331 und herrschte über sie bis 1791. Im Laufe des 14., 15. und 16 Jh. wurde Pula durch Genua, das kroatisch-ungarische Militär und das habsburgische Heer erobert. Dies führte zum Aussterben von zahlreichen kleinen mittelalterlichen Siedlungen und Dörfern. Neben den militärischen Eroberungen, wurde die Bevölkerung von Pula und Istrien durch verheerende Krankheitsepidemien stark dezimiert, so dass um 1750 nur etwa 300 Einwohner in Pula lebten.

» Zweite Blüte unter österreichischer Herrschaft

Nach dem Zerfall von Venedig 1797 wurde Pula ein Teil der Habsburgischen Monarchie. Im Jahr 1805 drängten die Franzosen in die Stadt, nachdem sie die Österreicher besiegt hatten. Im Jahr 1813 kam Pula jedoch wieder unter österreichische Herrschaft (später Kaiserreich Österreich-Ungarn). In dieser Zeit erlebte die Stadt den zweiten Aufstieg und entwickelte sich zum wirtschaftlich und militärisch wichtigsten Hafen des Kaiserreichs, da man zu Venedig - seit 1797 Zentralhafen der KuK.-Marine - nach den 1848er-Aufständen kein Vertrauen mehr hatte. Deshalb entschied sich der Wiener Hof für Pula als Standort der österreichischen Kriegsflotte.

Zahlreiche Gebäude im Stile der KuK-Zeit prägen noch heute das Stadtbild, so etwa das ehemalige Marine-Kasino, in dem die Stadt Pula schon mehrfach die Trierer Besucher mit großer Gastfreundschaft und Herzlichkeit empfangen und bewirtet hat.

» Umwandlung in eine moderne Stadt

Pula erlebte nun eine Umwandlung von einer Stadt mit verblasstem Antikenglanz in eine moderne Industrie-Stadt:
Die Insel Losinj (Lussino) südlich von Pula wurde zur Sommerresidenz der österreichischen Kaiserfamilie Habsburg. Eine Lagerhalle sowie ein gewaltiges Arsenal wurden gebaut. Östlich der Altstadt entstand ein neues, planmäßig angelegtes Stadtviertel mit Verwaltungsgebäuden und prächtigen Wohnhäusern. Die aufstrebende Stadt hatte um die Wende zum 20. Jahrhundert etwa 50.000 Einwohner, jeder vierte davon war Soldat.

Die kulturelle Entwicklung hielt mit dem rasanten Wachstum nicht Schritt, so dass die Stadt in jener Zeit kulturell nicht viel anzubieten hatte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeitete der 22jährige James Joyce einige Monate als Englischlehrer in der Stadt. Amtssprache war damals Deutsch, Umgangssprache Italienisch. Die kroatische Bevölkerung, aus der vor allem die Arbeitskräfte für die Industriebetriebe und Werften rekrutiert wurden, war einer mehr oder minder harten Assimilierung unterworfen.

» Italienische Epoche und Besetzung

Nach dem Zerfall des Österreichisch-Ungarischen Reichs im Jahr 1918 gehörte Istrien und damit auch Pula zu Italien. Diese Zeitperiode wurde durch wirtschaftliche und politische Unruhen geprägt. Während der faschistischen Regierung Italiens unter Benito Mussolini ab 1922 lebten Nicht-Italiener unter einer großen politischen und kulturellen Repression, so dass viele von ihnen aus der Stadt und Istrien flüchteten. Kroatische Schulen und Kulturvereine wurden wieder geschlossen. Die italienische Besatzung dauerte bis zur Kapitulation des faschistischen Italiens im September 1943, und wurde von der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht abgelöst. Während dieser Besatzung erlebte Pula bis dato die schlimmste Zeit miNach t Festnahmen, Deportationen und Exekutierungen von Menschen, die verdächtig waren, den Partisanenkampf zu unterstützen. Gleichzeitig wurden ganze Stadtteile durch die Bombardierung der Alliierten zerstört.

» Anschluss an Jugoslawien

Am 5. Mai 1945 wurde Pula durch Tito-Partisanen befreit. Dieses Ereignis wird auch heute noch jedes Jahr im Rahmen eines großen Stadtfestes gefeiert. Unter Verwaltung der Vereinten Nationen wurden Stadt und Istrien in Okkupationszonen aufgeteilt. Diese Situation dauerte bis zum endgültigen Anschluss am 15. September 1947 an Jugoslawien.

Zu dieser Zeit stellten Italiener noch die große Mehrheit der Bevölkerung in der Stadt. Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages 1947 wanderten die meisten von ihnen aus. Heute noch spricht man vom „Istrien Exodus“. Spuren der italienischen Kultur wurden aus dem damaligen Stadtbild Pulas fast völlig entfernt.

» Wirtschaftlicher Aufschwung durch Schiffbau und Tourismus

Während der Zeit in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien erlebte Pula bis zum Ende 70er Jahre - dank vor allem des Schiffbaus und des Tourismus - einen wirtschaftlichen Aufschwung, der mit großen Errungenschaften im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen sowie der Erhöhung des allgemeinen und individuellen Lebensstandards der Bevölkerung verbunden war. Erst im Jahr 1981 erreichte die Stadt wieder die Einwohnerzahl von 1910.

Die größte Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung Pulas hatte die Werft „Uljanik“, in der sich neben dem Schiffbau auch andere Bereiche, wie Maschinen- und Elektrobau entwickelten. 

Pula heute

 

Die Bevölkerung ist heute ethnisch stärker durchmischt als in anderen Städten oder Regionen des Landes. Von den kriegerischen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeitserklärung Kroatiens 1990 blieben Pula und die Istrische Halbinsel weitgehend verschont, bot aber tausenden von Flüchtlingen aus dem Hinterland Zuflucht.

Die Bedeutung der italienischen Bevölkerungsminderheit spiegelt sich nun z. B. in den zweisprachigen Straßenschildern wider.

Weitere Themen:

» Wirtschaft

Der Hafen von Pula hat als Warenumschlagplatz bis heute eine große Bedeutung. Die Werft sowie der Fremdenverkehr sind weitere Säulen der städtischen Wirtschaft. Darüber hinaus sind die verarbeitende Industrie, die Zement- und Glas- sowie die Nahrungsmittelindustrie wichtige Wirtschaftszweige in Pula.

» Tourismus

Neben den zahlreichen Denkmälern, haben die Schönheit der Natur Pula zu einer der wichtigen internationalen touristischen Destinationen gemacht. In der Nähe liegt die Insel und der heutige Nationalpark Brijuni, Sommerresidenz des früheren jugoslawischen Präsidenten Tito, der hier annähernd 90 hochrangige politische Staatsgäste empfing sowie zahlreiche internationale Berühmtheiten aus dem Showbusiness.

In den Gewässern in Küstennähe kann man fischen, bis zu den Resten von alten römischen Galeeren und Kriegsschiffen aus dem Ersten Weltkrieg tauchen oder an den wunderschönen Stränden baden.

» Verkehr

Pula hat einen eigenen internationalen Flughafen, nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt. In der Nähe befinden sich Flughäfen in Triest, Rijeka, Venedig und Zagreb.
Aufgrund der Tatsache, dass Pula nicht direkt sondern über Slowenien mit dem System der kroatischen Eisenbahn verbunden ist, spielt der Zugverkehr seit der Unabhängigkeit Kroatiens eine untergeordnete Rolle.
Mit der östlichen Spur des sogenannten „istrischen Ypsilon“ ist Pula an das Netz der kroatischen Autobahnen angedockt. Zurzeit wird die Autobahn von Pula in Richtung Slowenien gebaut.

» Kultur

Als Ergebnis seiner reichen Geschichte, zeichnet sich Pula heute durch seine kulturelle Mischung der Menschen und Sprachen aus dem mediterranen und mitteleuropäischen Raum aus. Die Architektur in Pula spiegelt dies eindeutig wider.

1904 und 1905 lebte und arbeitete der irische Schriftssteller James Joyce in Pula. Während seines Aufenthaltes in der Stadt organisierte er den Druck seines Werkes „The Holy Office“. Zur gleichen Zeit lebte und arbeitete der Arzt und Bakteriologe Robert Koch auf der Insel Brijuni.

Seit den 60er Jahren bis heute findet in der Arena (Amphitheater) von Pula jährlich ein Filmfestival sowie Theater- und Opernaufführungen in den Sommermonaten statt.

Das Archäologische Museum Istrien und das Historisches Museum Istrien sind weitere kulturelle Anziehungspunkte.

Pula verfügt über zwei Bibliotheken: Die Universitätsbibliothek, als Bestandteil der Universität „Jurje Dobrilo“ und die Städtische Bibliothek sowie ein bedeutendes Theater.

Vier Kultur- und Kunstvereine pflegen alte und neue Traditionen. Eine ehemalige Kaserne „Karlo Rojc“ dient als alternatives Kulturzentrum für über 100 registrierte Kulturvereine und Initiativen.

» Bildung

Pula verfügt über 13 Grundschulen (Klasse 1 bis 8) und 12 weiterführende Schulen, davon jeweils eine italienische Grund- und weiterführende Schule, sowie eine private Grundschule und ein Gymnasium. Der Unterricht findet zweisprachig in Kroatisch-Italienisch statt.

Im Jahr 2006 wurde in Pula die Universität gegründet.

» Weblink

Mehr dazu gibt es unter:
http://www.pulainfo.hr/de/

Persönliches:

Sanja Groß
ehemalige Generalsekretärin 2012-2013

Sie arbeitete als Redaktionsassistentin im Selbstverlag der Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier, Generaldirektion Kulturelles Erbe.

In Kroatien geboren und lebte sie seit 1970 in Deutschland.
Zu ihren Freizeitaktivitäten gehörten Ballett und Fahrrad fahren. Da ein Teil ihrer Familie in der Nähe von Pula lebt, lag ihr diese Städtepartnerschaft besonders am Herzen. Sanja Groß freute sich darauf, die Kommunikation zwischen Trier und Pula mitfördern zu dürfen und ihre eigenen Sprachkenntnisse einzubringen.

Frau Groß verstarb am 18. Dezember 2013 nach schwerer Krankheit. Wir werden ihren Tatendrang und Ideenreichtum, ihre ansteckende Fröhlichkeit, ihre Lebensfreude, ihr Temperament und ihr unverkennbares Lachen schmerzlich vermissen. Sie war ein außergewöhnlich liebenswürdiger Mensch, den wir in unseren Herzen weitertragen und in dankbarer Erinnerung behalten.